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Überlegungen zum Hundekauf

 

Dass man keinen Hund auf dem Parkplatz oder auf dem polnischen Wochenmarkt kauft, dürfte mittlerweile jeder Depp verstanden haben. Doch wie ist es mit den anderen Anbietern? Oft sind die Hunde gar nicht so billig, fast so teuer wie bei einem offiziellen Züchter des VDH. Es gibt da gut klingende Namen von Zuchtverbänden, schöne bunte Ahnentafeln –nicht so langweilig wie die des HZD oder RZV. Es wird versprochen, dass die Elterntiere gesund sind, einwandfreie Hüften haben, es keine Erbkrankheiten gibt. Die Hunde sollen auch ein gutes Wesen haben.

 

Doch wer kontrolliert dies? Gibt es Jemanden der an den Kontrollen interessiert ist, der die Ergebnisse wahrheitsgemäß protokolliert?

Die Ahnentafel – gibt es die Hunde wirklich, mit den dazugehörigen Daten? Oder hat hier jemand seiner Phantasie freien Lauf gelassen?

 

Manche so ein Züchter kann tolle Pokale vorweisen, von seinen vielen  Ausstellungen. Schaut man sich dann den Zuchtverband an, der über alle Rassen 1000 Mitglieder hat, kann man sich vorstellen wie viele Hovawarte es dann gibt. Da gewinnt fast jeder Hund der zur Ausstellung angemeldet wird.

 

Hobbyzüchter, steht in manchen Verkaufsanzeigen. Was ist denn das?

 

Beim VDH läuft sicher nicht alles so, wie es vielleicht sein sollte, doch das liegt immer an den jeweiligen Zuchtverbänden die hinter der Rasse stehen. Der VDH ist nur der Dachverband!

 Für die Rasse Hovawart gibt es nur 3 zugelassene Zuchtvereine in Deutschland:  Die Hovawart Zuchtgemeinschaft Deutschland (HZD), der wir angehören, der RZV und der Hovawart Club.

 

Diese 3 Vereine haben ähnliche Vorschriften für die Zucht, die für Hovawarte im Vergleich zu anderen Rassen, recht streng sind. Die Gesundheitskontrollen werden von unabhängigen Veterinär Medizinern  durchgeführt. Die Verhaltensüberprüfungen werden durch ein standardisiertes Verfahren gleichmäßig für alle Zuchthunde von vom VDH geprüften und  zugelassenen Körmeistern vorgenommen. Die Zuchtstätten werden überprüft, der Züchter selbst muss regelmäßig seine Sachkenntnisse schulen.

Diese „Qualitätskontrollen“ kosten alle viel Zeit, Mühe und auch Geld. Der Züchter kann deshalb auch nicht den ganzen Verkaufspreis auf seinem Konto gutbuchen.

Geld verdient, hat noch kein gewissenhafter Hovawart Züchter den wir kennen. Es ist mehr so wie bei einem Sparvertrag. Man hat jahrelang eingezahlt und darf dann irgendwann, nach einem Arbeitsmarathon, den Lohn seiner Mühen ernten. Ob dann etwas übrig geblieben ist, hängt von der jeweiligen Situation ab.

 

Bei den reinen Hovawart-Verkäufern ist das anders. Wenn man nicht viel investiert hat, bleibt natürlich viel übrig. Ob dem Hundekäufer dann endlich eine Ersparnis bleibt, oder ob es dem Hund gut geht, ist nicht relevant.

 

 

 

 

 

 

Was braucht ein Hovawart?  So anspruchslos und doch so anspruchsvoll

 

Von einem Welpeninteressenten wurde ich gefragt, was so ein Hovawart den braucht. Nicht viel, sagte ich, Hovawarte sind anspruchslos. Sie brauchen für den Anfang ein Welpengeschirr mit leichter Leine, 2 kleine Näpfe, einen Schlafplatz, Spielzeug (auch gerne selbst gemacht) und eine Bürste. Später dann alles in groß.

 

Ganz stimmen tut das nicht!

 

Der Hovawart braucht vor allen Dingen seinen Menschen, seine Familie, sein Reich, seinen Garten. Dabei muss der Charakter seines Menschen von aller bester Qualität sein. Der Mensch muss seinen Hovi liebevoll aber konsequent erziehen. Härte verträgt der Hovawart nicht gut, aber manchmal muss Strenge sein, damit der Hund begreift dass er nun mal der Hund ist.

Pingelig sollte der Mensch nicht sein, egal ob es die großen Pfotenabdrücke sind, die der Hovawart hinterlässt oder die langen Haare die er verliert.

Auch bei dem Ausführen von Befehlen ist Langmut vom Besitzer gefragt. Wer möchte, dass sein Hund nach dem Befehl „Sitz“ mit einem „Plop“ auf dem Boden wie eine 1 sitzt, möge sich einen Malinois anschaffen. Natürlich gibt es solch vorbildliche Exemplare auch bei Hovawarten, doch es kostet viel Mühe sie so weit zu bringen oder man hat ein ganz besonders braves Exemplar. Der Hovawart ist nicht unfolgsam, aber der überlegt öfter, ob der Befehl denn wirklich nötig ist oder es sein Hundeführer denn auch ernst meint. Das braucht Zeit!

Ich empfehle auch auf der Webseite der HZD das Rasseporträt zu lesen .( www.hovawarte.com/hovawarte/rasseportraet).

 

Wer einen Hovawart in sein Haus aufnimmt, hat ein Hundeleben Freude an ihm, aber auch Erziehungsarbeit. Mit einem kurzen Kurs in der Hundeschule ist es nicht getan.

Der Hovawart möchte körperlich und geistig ausgelastet werden, immer altersgerecht. Er ist ein Gebrauchshund auch wenn er bei der Familie wohnt.

 

Der Hovawart möchte sein Leben lang lernen und arbeiten!

 

 

 

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